Birkenzeisige sind bei uns im Herbst und Winter regelmäßig, aber mit stark schwankenden Überwinterungszahlen anzutreffen (s. Abb. 4). Auf Winter mit starken Einflügen folgen immer wieder auch Winter mit nur geringen Anzahlen beobachteter bzw. gefangener und beringter Birkenzeisige. Im Winter 2023/24 kam es zu einem bemerkenswerten Einflug von Alpen- und Taigabirkenzeisigen in der zweiten November- und der ersten Dezemberhälfte (s. Abb. 3)
Im Bereich der Rieselfelder lassen sich zwei Unterarten regelmäßig beobachten. Der Alpenbirkenzeisig (Acanthis flammea cabaret) hat sein Hauptverbreitungsgebiet in Großbritannien, Mitteleuropa bis in den Süden Skandinaviens. Er tritt bei uns vor allem im Herbst (Okt. bis Nov.) auf dem Durchzug auf.

Die zweiter Unterart ist der Taigabirkenzeisig (Acanthis flammea flammea), die hier ab November bis in den Februar hinein zu beobachten ist. Taigabirkenzeisig haben ihre Brutgebiete in Skandinavien, Sibirien bis Kanada und Alaska.




im Bereich der Rieselfelder anhand von Beringungsergebnissen
Erstnachweis des Polarbirkenzeisigs
Noch weiter nördlich im äußersten Norden Skandinaviens bis hinüber nach Grönland brütet der Polarbirkenzeisig (Acanthis hornemanni), der insbesondere mit dem Taigabirkenzeisig leicht zu verwechseln ist. In Mitteleuropa ist er ein absoluter Ausnahmegast. Im Dezember 2023 gelang der Erstnachweis dieser Art für Münster. Aus NRW liegen insgesamt nur wenige Nachweise vor.
